Was unterscheidet Design Thinking von anderen Arbeitsmethoden

Kreative Methoden und Techniken helfen, die eigene Kreativität hervorzuholen und sie nach außen zu bringen. Die richtige Methode entfaltet das ganze Potenzial deines Könnens und spart wertvolle Zeit bei der Ideenfindung.

Bereits seit 20 Jahren weiß man, das die herkömmlichen Arbeitsmethoden langsam, unflexibel und teilweise unwirksam sind. Außerdem gehen sie oftmals weit an den Kundenbedürfnissen vorbei.

Deshalb werden immer wieder neue, agile Arbeitsmethoden entwickelt. Auch wenn sie in der Handhabung unterschiedlich sind, so haben sie oft eines gemeinsam. Hierarchien werden ausgehebelt. Was einzig zählt ist das Team. Die Expertisen der Teammitglieder spielen dabei eine große Rolle. Je ausgewogener die Kompetenzen sind – sowohl fachlich, als auch charakterlich- desto erfolgsversprechender die Lösung.

Design Thinking ist eine der wirkungsvollsten Methoden um neue Ideen zu entwickeln. Zu einem frühen Zeitpunkt werden Prototypen erstellt, die durch Iteration so lange verbessert werden, bis sie optimal an die Kundenbedürfnisse angepasst sind.

Warum ist Design Thinking als Lösungsmethode so wirksam?
  • Durch die Fragestellung, am Anfang des Prozesses, liegt der Schwerpunkt auf den wirklichen Problemen der Nutzer. Nicht auf der Idee eines einzelnen aus dem Management oder der Marketingabteilung.
  • Dadurch können Teams flexibler auf die Kundenbedürfnisse reagieren.
  • Aber auch die Bedürfnisse der Teilnehmer werden definiert. Dies hält die Mitarbeiter motiviert, da sie das Gefühl haben, ein wichtiger Teil zu sein .
  • Die Teamzusammenstellung ist ein wesentlicher Faktor. Teammitglieder sind neben Mitarbeitern auch Fachleute aus anderen Bereichen sowie Kunden.
  • Die Kreativität der Menschen darf nicht ausgebremst werden. Sie kommen dadurch schneller und effektiver zu Ideen
  • Gemeinsam etwas erschaffen stärkt die Bindung
  • Durch die vorhandene Empathie wird das Mindset erweitert
  • Einer evtl. vorhanden Perspektivlosigkeit wird entgegengewirkt
  • Dadurch wird der Nährboden für Innovationen geschaffen
  • Vorhanden Ideen werden neu verknüpft. Das Ergebnis ist Kundenproblem + Erneuerung = Innovation
  • Unternehmen sind durch die Nutzung der Ressourcen die ihre Mitarbeiter liefern, einen wesentlichen Schritt voraus
Was bisher in vielen Unternehmen geschieht:

Meist wird durch Management oder Vorgesetzte eine Lösung präsentiert, bevor die Problemstellung überhaupt ganz klar ist, oder die Kundenbedürfnisse erkannt sind.

Ein neues, oftmals rein zufällig entstandenes, Produkt wird in einem langwierigem Prozess produziert und erst nach Fertigstellung am Nutzer getestet. Weil dadurch schon viele Arbeitsstunden, aber auch Finanzmittel eingesetzt wurden, fällt es Unternehmen dann schwer ein nicht funktionierendes Produkt wesentlich zu verändern oder gar ganz aufzugeben.

Durch die emotionale Bindung werden oftmals weitere Ressourcen verschwendet, bis das Team endgültig aufgibt. Bedauerlicherweise kann es Jahre dauern, bis ein Unternehmen einen weiteren Versuch unternimmt.

Da hilft auch kein externer Berater, der nur viel Geld kostet, aber auch nichts anderes macht. Die Konkurrenz hat in der Zwischenzeit ein ähnliches Produkt auf den Markt gebracht, das sehr erfolgsversprechend ist.

Was hat die Konkurrenz anders gemacht? Hat sie etwa Design Thinking als Arbeitsmethode angewandt?

Durch ehrliche und empathische Fragen an Mitarbeiter, Kunden und Stakeholder werden die Wünsche und Bedürfnisse erfasst. Hier kommen schon der ersten, wichtigen Unterschiede ins Spiel.

Es werden nicht nur die Bedürfnisse der Menschen, allen voran der Mitarbeiter berücksichtigt, sondern auch ihrer Kreativität gefördert. Und, zu diesem Zeitpunkt wird noch nicht nach Lösungen gesucht.

Es ist sogar ausdrücklich untersagt, jetzt schon eine Lösung zu präsentieren, da dies den Prozess der Kreativität beeinflussen würde.

Insbesondere wenn die Lösung von „den Leuten da oben“ kommt, traut sich keiner der Mitarbeiter einen anderen und damit vielleicht besseren Vorschlag zu machen. Und warum sollte man sich den Kopf zerbrechen, wenn es doch schon eine Lösung gibt?

Deshalb:

Zuerst wird das Problem definiert indem beteiligte Personen interviewt werden. Wichtig dabei, echtes Mitgefühl für die Menschen zu haben. Nur wenn man sich in die Nutzer hineinversetzt, kann man deren Bedürfnisse und Wünsche herausfinden. 

Danach werden die Probleme im Team besprochen und erst anschließend nach Lösungen gesucht. Dabei sollten diese frei und umfangreich sein. Je mehr Ideen, desto besser. Noch geht es um Quantität, die Qualität kommt später…

Anne M. Schüller spricht und schreibt über Unternehmenstransformationen mit Hilfe moderner Methoden. Ich habe gerade damit angefangen ihr neuestes Buch DIE ORBIT ORGANISATION zu lesen und sehe viele Gemeinsamkeiten mit Design Thinking – lesenswert

Siehe auch “Der Prozessaufbau im Design Thinking


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