Tipps zum kreativen Schreiben und Malen

Kreativität ist die Kunst schöpferisch zu denken, daraus Ideen zu entwickeln und sie in irgend einer Form zu präsentieren. Sie kann nur durch üben und trainieren, also durch Anwendung entstehen.

Kreative Schaffensphasen haben Auswirkung auf die Persönlichkeit. Wer auf seine Kreativität zurückgreifen kann, wird auch in schwierigen Situationen immer eine Lösung finden.

Als ich Kind war, gab es keine PCs und das TV Programm startete erst am späten Nachmittag. Dazu kam, dass es nur ARD und ZDF gab sowie die 3. Programme, die aber nur regional zu empfangen waren. Dabei hatte ich noch Glück, denn mein Heimatdorf lag direkt an der Grenze von Baden-Württemberg und Hessen. Wenn Freunde keine Zeit hatten und ich alle vorhandenen Bücher durchgelesen, war mir oft langweilig. In jedem Nachteil steckt aber auch eine Chance. Mich hat die Langeweile kreativ werden lassen. Meine erste Wahl fiel dabei auf basteln und handarbeiten, aber auch auf malen und schreiben (schreiben kam erst viel später, als ich die ständige Demotivation durch Diktat und Aufsatz überwunden hatte).

Skizzenbuch für Kreativität

Was ist deine erste Wahl um der Langeweile zu entfliehen?

Lass mal Handy und Netflix weg und alles was irgendwie digital ist, gehe in dich und überlege, was dir gefallen könnte.

Das Malen ist die einfachste Form der Kreativität. Man braucht dazu nur Stift und Papier und absolut keine Vorkenntnisse. Schon ganz kleine Kinder, die gerade mal einen Stift halten können, erleben in ihren ersten Schaffensphasen die Kunst des Malens.

Künstler haben es uns vorgemacht. Keiner muss sich für sein gemaltes Bild schämen. Ganz im Gegenteil. Die Kunst lässt jeden freien Raum den man sich vorstellen kann. Je schräger und verrückter, desto besser. Somit können wir einfach drauf los malen und dabei willenlos experimentieren. Der positive Nebeneffekt. Wir trainieren unsere Kreativität. Besser gesagt, wir lernen auf unser Können zu vertrauen.

Kreativität ist weniger ein Donnerwetter, sondern eher ein Gärungsprozess.

Da viele Menschen im Laufe ihres Lebens verlernt haben zu malen und somit ihre Kreativität zu steigern, hier Tipps zum Starten.
  • vor dem Start kurz innehalten und Geist und Körper entspannen. Schulter locker hängen lassen, Kiefern lockern. An etwas schönes denken, zum Beispiel eine Blumenwiese oder an die Oma, wie sie dir als Kind vorlas oder wie ihr gemeinsam Plätzchen gebacken habt.
  • einfach drauf los malen ohne Ergebnis im Kopf
  • wer Hilfsmittel braucht, darf gerne Lineal oder Geodreieck benutzen
  • oder einfach mit verschiedenen Farben experimentieren
  • einen Blick aus dem Fenster werfen und zeichnen was man sieht
  • sich dabei nicht selbst bewerten da es keine Rolle spielt, ob das Bild anders hätte besser aussehen können. Es existiert kein besser, es gibt nur dieses eine Bild und kein vergleichbares.
  • wir sind nicht mehr in der Schule wo die Bilder der Schüler untereinander verglichen wurden – zum Glück.
  • wem das daheim malen zu langweilig ist kann auch an ungewöhnlichen Orten zeichnen. – auf einer Brücke im Café sitzend – im Park – aus dem Zug schauend (das ist eher was für Fortgeschrittene da man ein Bild vor seinem inneren Auge einfriert und dann zu Papier bringen muss)
  • wer seine schöpferische Phase festhalten will und spürt das immer neue Ideen dazu kommen sollte sich ein Skizzenbuch zulegen. Dahin können nicht nur Bilder, sondern auch Gedanken schriftlich festgehalten werden. Mit der Zeit entsteht so ein wunderschönes Gedankenbuch, das einem unter anderem auch zeigt wie man sich im Laufe der Zeit dank Kreativtraining verbessert hat.

Schreiben ist wie Meditation. Mit dem Unterschied, dass die Gedanken nicht nur aus dem Geist fließen, sondern direkt auf dem Papier landen.

Es hilft einem über manches klar zu werden. Dinge zu hinterfragen, zu ordnen aber auch, sie einfach nicht zu vergessen. Es gleicht einem Gespräch mit einer guten Freundin. Die alles versteht und nicht über dich urteilt. Du kannst deine niedergeschriebenen Gedanken für dich behalten. Oder aber mit der Welt teilen, weil da draußen jemand ist, der deinen Text liest und genau diese Freundin verkörpert.

Tipps, wie du ins Schreiben kommst
  • Nicht darüber nachdenken, was man schreiben sollte, sondern einfach mit dem starten was in deinem Kopf herumschwirrt.
  • Zum Starten sich einen ungewöhnlichen ersten Satz ausdenken. Hier ist denken noch erlaubt.
  • Als ungewöhnlichen ersten Satz hilft es, sich eine Situation auszumalen. Zum Beispiel „An der Bushaltestelle entdeckte ich endlich das Plakat…“.
  • Wenn dir nichts einfällt stell dir einen Dialog mit einer vertrauten Person vor zu einem Thema welches für euch gerade relevant ist.
  • Zu welcher Tageszeit du schreibst spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass du regelmäßig schreibst, am besten täglich und zu der Zeit die dir dein Biorhythmus vorgibt.
  • Teste, wann dir das Schreiben leicht fällt und sorge dafür diese Zeit zum Schreiben freizuhalten und regelmäßig zu nutzen.
  • Das Freewriting ist wie Meditation. Anfänglich möchte man alles richtig machen und geht verkrampft an die Sache. Das aber ist nicht der Sinn des Einschreibens. Mit der Zeit werden die Gedanken frei fließen und du wirst immer mehr das Gefühl haben, das schreiben dich befreit.

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Kleine kreative Tipps gegen Langeweile, die du ohne vorherigen Einkauf direkt Zuhause starten kannst. Papier und Stifte solltest du daheim haben.

Fotoalbum erstellen – nur nicht langweilig Bild an Bild kleben!

Jeder hat mit Sicherheit gesammelte Fotos in irgend einer Kiste. Hol sie raus und klebe sie in ein Heft oder Büchlein. Versuche dich an die Situation damals, als das Bild entstanden ist, zu erinnern.

Beschreibe jedes Bild mit dem was dir dazu einfällt. Falls du nicht mehr weißt ob das jetzt Tante Margret oder Tante Ursula ist, schreib das doch einfach so hin. Wenn deine nächsten Verwandten sich dann mal irgendwann das Werk anschauen, wird es bestimmt lustig.

Lass Platz zwischen den Bildern, dann kannst du noch Ergänzungen machen. Tolle Idee für einen Familiennachmittag. Oder als Unterhaltung, wenn du mal wieder die Oma besuchen gehst. Die kann mit Sicherheit auch ihre Erinnerungen beitragen. Deine Kinder und Enkel werden sich später mal sehr über das Büchlein freuen.

Wer es richtig professionell machen will, startet mit einem Stammbaum auf den ersten Seiten. Lass genug Platz für Ergänzungen.

Wer es digital möchte, dem kann ich My Heritage empfehlen. Wir sind eine groooße Familie und mit den Familien der Angehörigen/Angeheirateten werden wir immer größer. Hier kann jeder selbstständig seine Familie erweitern. Rein theoretisch könnten somit alle Menschen dieser Welt miteinander verknüpft werden. Die Vorstellung finde ich irgendwie cool. Die Basisversion bis 250 Personen ist kostenlos. Wer mehr ausschöpfen will, zahlt einen Jahresbeitrag.

Erstelle eine Bucket List

Du hast mit Sicherheit viele Dinge, die du in deinem Leben sehen oder erreichen willst? Hast Wünsche, die man nicht einfach kaufen kann? Schreibe sie nieder. So nach dem Motto…

100 Dinge, die ich erleben… sehen… tun… erreichen möchte!

Auch hierfür brauchst du nur ein Heft oder Büchlein mit blanko Seiten und ein paar Buntstifte.

Natürlich ist es ziemlich langweilig, wenn du einfach nur deine Wünsche aufzählst. Deshalb hier ein paar Tipps, wie du sie ausmalst, bzw. beschreibst, damit das Büchlein zum Kunstwerk wird.

  • Du willst die Route 66 mit dem Motorrad fahren? Erstelle einen Reiseplan, mit Zwischenstopps und Sehenswürdigkeiten. Hast du Familie in den USA? Mach einen Halt um sie zu besuchen. Du willst dafür eine Harley nutzen? Klebe ein Bild davon in dein Bucket-List-Buch, als Vorfreude sozusagen.
  • Du willst mit Delfinen tauchen gehen? Beschreibe die Länder, die dies ermöglichen und ergänze diese mit weiteren Aktivitäten dort. Ich habe das in Neuseeland gemacht. Hat tatsächlich funktioniert. Mal eben anfassen… vergiss es! Natürlich sind die Tiere ganz schnell weg, sobald Menschen ins Wasser springen. Ein/zwei Sekunden lang hat man allerdings schon das Gefühl bei ihnen zu sein.
  • Du willst eine Flaschenpost verschicken? In der Hoffnung, dass sie irgendwann in der weiten Zukunft gefunden wird? Bereite dich vor, indem du jetzt schon den Text erstellst. Prüfe wo und wie du die Flasche weit hinaus ins Meer bekommst. Einfach nur am Strand ins Meer werfen funktioniert nicht, sie kommt zurück.
    Ergänzung: ist eigentlich eines meiner Wünsche. Doch in Anbetracht der Meerverschmutzung sollten wir lieber davon Abstand nehmen. Was aber nicht heißt, dass wir das nicht in unserer Bucket List aufnehmen können.
  • Eine Woche im Kloster leben? Die absolute Ruhe genießen! In dich gehen! Ein Urlaub, der dir mit Sicherheit jede Menge Erkenntnisse bringt. Wie wird es sein ohne Handy und Feierabendbier, dafür mit Yoga und Meditation? Was versprichst du dir davon? Schreibe es nieder.
  • Du willst deinen Kindern (oder dir selbst) ein Baumhaus bauen? Ergänze den Wunsch mit einem (Bau) Plan des Baumhauses sowie mit einer Grundrisszeichnung des Gartens wo es stehen soll. Ebenso Gestaltungstipps für innen und außen, also Farbe, Ausstattung etc. Du hast noch keinen Garten? Macht nichts, träumen und planen ist trotzdem erlaubt.
Tools die dir helfen, kreativer zu schreiben oder zu malen. Manche sind hilfreich, andere machen einfach nur Spaß. (Unbezahlte Werbung)

Languagetool ist eine hervorragende Hilfe für Rechtschreibung und Grammatik. Du musst nichts installieren, sondern kannst den Editor einfach im Browser öffnen. Richtig geniales Teil. Hab mich sofort verliebt.

Synonyme Woxikon nutze ich schon seit langem. Wenn mir mal wieder nicht das richtige Wort einfällt. Oder ich meinen Text langweilig finde und ich das Gefühl habe ich sollte meinen Wortschatz mal wieder aufzufrischen.

Wer seine Texte ohne aufblähende Füllwörter gestalten will sollte Wortliga nutzen. Ich persönlich liebe Füllwörter. Sie geben meinen Texten Persönlichkeit, auf die ich nicht verzichten will. Funktioniert auch über den Browser, also ohne Installation. Die kostenlose Funktion ist nicht sehr benutzerfreundlich, da dir nach ein paar Sekunden eine Zwangspause ausgedrückt wird. Diese kannst du mit der kostenpflichtigen Version übergehen. Allein schon wegen dieser Aufdringlichkeit würde ich hier niemals Geld ausgeben.

Für iPads oder iPhones gibt es APPs die aus deinem Touchscreen ein Zeichenbrett machen, z.B. Sketch, Pocket Procreate oder FiftyThree. Du kannst dort deine Ideen festhalten, Skizzen machen oder ganze Bilder erstellen. Umfangreiche Infos findest du unter Grafiktablett.net

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